„Wohin geht die Jagd?“ – das Generalthema des 1. Heiligenkreuzer Jägertages

Am Mittwoch, 5. September 2012, wird DI Fridolin Hietel, Forstdirektor des Landes NÖ a. D.,  Grundeigentümer und lebenslanger Jäger, die Veranstaltung eröffnen. Der “grantige Hofrat am Hochstand“ wird aus seiner Sicht Bemerkungen über die Wald-/Wildsituation in Niederösterreich äußern, auf die Schwachpunkte bei der Rotwildbejagung hinweisen und kritisch auf Aspekte der Wildschadenverhütung in der nächsten Zukunft eingehen.

Dem schließt sich ein Vortrag von Dr. Rudolf Beck, Rechtsanwalt und akademischer Jagdwirt, an, bei dem ein kurzer Abriss über die juristischen Fehlentwicklungen, vor allem bei der Auslegung der Regeln über die Bejagung von Rotwild, dargestellt wird. Dem schließen sich Überlegungen zu den Konsequenzen wegen der jüngst ergangenen Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes, der das Recht eines Grundeigentümers bejaht hat, die Bejagung auf seinem Grund und Boden zu verbieten.

Schließlich wird der Wildbiologe Dr. Helmuth Wölfel über psychische Barrieren beim Verhalten und der Jagd, bei Mensch und Wildtieren, sprechen, Daraus ergeben sich relevante Erklärungsmuster und Anregungen für zukünftige Lenkungsmaßnahmen.

Die Referenten wurden eingeladen, ihre Sicht der Dinge verständlich, aber auch durchaus individuell und markant, zu präsentieren. Wir erwarten eine rege Diskussion zu den vorgetragenen Thesen und Themen: Wohin geht die Jagd? Orientierung und Argumente – für Wildtiere und ihren Lebensraum. Nicht nur Forst- und Landwirtschaft, sondern alle Naturnutzer sind unser Partner. Wer sind mögliche Verbündete? Vor welchen Karren lassen wir uns nicht spannen? Wie schaut es aus mit unserer Anpassung an veränderte Umweltbedingungen?

Die Veranstaltung klingt gemütlich aus. Das Freigut Thallern bereitet für die Teilnehmer Weine des Jahrgangs 2011 zum Verkosten vor.